Bosch – eine Hand ist nichts

1. Hier ohne Zittern sprechen  fällt mir nicht leicht,
doch nach 27 Jahren hab ich diesen Punkt erreicht.
Die Zeit ist gekommen, ich setze jetzt ein Zeichen.
Nur gemeinsam können wir für uns etwas erreichen.

1. Mein Haar hat nicht das Mehl    der Mühle weiß gemacht,
nein, das war die Arbeit für BSH bei Tag und Nacht.
Die Zeit ist gekommen, nicht länger zurückzuweichen.
Nur wenn wir zusammen kämpfen, könn´n wir was erreichen.

Refr.: Eine Hand ist nichts – zwei Hände haben wir.
Tu deine zwei dazu – dann haben wir schon vier!
Eine Hand ist nichts – zwei Hände haben wir.
Es geht um unsre Kinder – deshalb streiken wir!

2. BSH hat lang geplant   die Schließung bekannt gemacht.
Die Herrschaften in München haben an Profit gedacht.
Mit der Entscheidung haben sie´s sich allzu leicht gemacht.
Sie sollen nämlich wissen: Wir sind aufgewacht!

Refr.

3. Die Herrn in München, haben, das soll´n sie wissen:
700 Familien auf ihrem Gewissen!
Doch leicht verdaulich sind wir nicht: Wir lassen uns nicht fressen!
Wir wissen wie man kämpft, das hab´n wir nicht vergessen!

Refr.
4. Den Vorstandsherrn mit Hemd, Krawatten und mit Kragen
denen hätten wir noch eine Menge zu sagen.
Falls sie ein Gewissen haben, sollten sie sich fragen:
Wollt ihr uns tot    –  aus der Firma tragen?  
Refr.

Text nach einem Gedicht von Haci Karaca, Arbeiter von Bosch-Siemens-Hausgeräte
Berlin Musik: Karl Nümmes, Berlin 05/05  Haci steckte mir das Gedicht nach einer
IGM-kundgebung, auf der ich gesungen habe, zu mit dem Vorschlag, ein Lied daraus zu machen.
Auf der CD: Die Erde bebt


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