Hagener Herbst

1. Im nassen Monat November war´s, die Tage wurden trüber.
Der Wind riss von den Bäumen das Laub, da fuhr ich nach Hagen hinüber.
2. Dicht vor Hagen wurd es Nacht. Das Hasper Feuer: erloschen.
Der Zug huscht an Ruinen vorbei, die Hütte, die Arbeit erloschen.
3. Es thronen die Herrn der Stahlindustrie mit eisernem Gesicht.
Arbeitsplätze fressen sie im Namen des Profits.

Doch da gibt es eine Kraft, die den Reichtum der Reichen schafft.
Millionen arbeiten organisiert, nach Plan, diszipliniert.
Millionen schaffen gemeinsam im Takt. Ohne sie wären Könige nackt.
Bedienen Maschinen, schmieden den Stahl u. ernten Schweiß und Qual.

3. Dein Lohn schmilzt in der Sonne dahin, Gewinne schraubt man rauf.
Der Staat langt kräftig hin. Die Steuer frisst dich auf.
4. Wann stehen Kollegen auf, stehen vor dem Tor?
Wann stellen sie ihre Forderung auf? Ich schlag eine vor:

Wir brauchen kürzre Arbeitszeit! Jeden Tag früher nach Haus!
Schluss mit falscher Bescheidenheit! Auch die Jugend muss mit raus!
30 Stunden sind genug! Bei vollem Lohnausgleich!
Genug ist uns nicht genug! Die Welt ist schön und reich!

A: 5. Wir wollen was vom Leben haben – heirussa russa sa sa.
Woll´n uns an der Liebe laben, heirussa russa sa sa!.
La La …

(cc) Text: Karl Nümmes nach H. Heine,  1979/2007 
Melodie: Die Schmetterlinge „10 Artikel der Bauern“ auf CD: Die Erde bebt


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