Mohamed, singe uns dein Lied!

1. Siehst du den Kranich, der sich in den Himmel schwingt

und über allen Grenzen das Lied der Freiheit singt?

Er singt für die, die kämpfen gegen Unterdrückung und Not.

Und fliegt mit großen Schwingen in das Morgenrot.

So kam Mohamed aus Algerien voller Hoffnung in unser Land.

Denn in seiner Heimat wurden Freiheitslieder verbrannt.

2. Mohamed suchte die Freiheit – man gab ihm ein Formular, abgestempelt als halber Mensch, dunkle Augen, dunkles Haar.

Zweiundzwanzig Jahre schon lebt er hier unter uns.

Algerischer Berliner, von Abschiebung bedroht.

Ich will nicht aufgeben! hat er sich gesagt.

Und sucht eine sichere Ecke, in der keiner nach´m Ausweis fragt.

Refrain:

Mohammed, singe uns dein Lied

vom Menschenrecht, dem Tode zu entflieh´n.

Dein Lied durchdringt die Mauer und wird mit dem Kranich zieh´n

Mohammed, singe uns dein Lied!

3. Es geht nicht um mich, sagt Mohamed, der Poet.

Auch Vana aus dem Kongo braucht Solidarität.

Hevindar, die Hoffnungsvolle, gefoltert in Kurdistan.

Aus den Philippinen klopft James bei uns an.

Refrain

Siehst du den Kranich, der sich in den Himmel schwingt

und über allen Grenzen das Lied der Freiheit singt?

Er singt für die, die kämpfen gegen Unterdrückung und Not.

Und fliegt mit großen Schwingen in das Morgenrot.

© Text / Melodie: Karl Nümmes, 16.11.13


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